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Die Talsperre

Der Kronenburger See ist im Zeitraum 1973 - 1976 als grenzüberschreitendes Gemeinschaftsprojekt der beiden Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz entstanden. Er dient in erster Linie als Hochwasserrückhaltebecken für das rd. 77 Quadratkilometer große Einzugsgebiet der Kyll und der Taubkyll und insofern als Hochwasserschutz für Kronenburg, vor allem aber auch für die unterliegenden Ortschaften in Rheinland-Pfalz.

Die sogenannte Vorsperre liegt teilweise in der rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinde Gerolstein (Landkreis Vulkaneifel), die Restfläche der Vorsperre sowie der Hauptsee liegen in der Gemeinde Dahlem (Kreis Euskirchen).

Auf einer Fläche von 27 ha. fasst der See ein Stauvolumen von ca. 2,7 Mio. m³. Die 18 m hohe Staumauer hat eine Länge von 320 m. Zum Auffangen der Herbsthochwässer wird der See jedes Jahr ab Oktober um 3,5 m abgesenkt.

Seine erste Bewährungsprobe als Hochwasserrückhaltebecken bestand der Kronenburger See am 07.02.1984. Aufgrund heftiger regenergiebiger Gewitterstürme ergossen sich von Mitternacht bis morgens um 6:00 Uhr aus der Kyll und der Taubkyll Wassermassen von 48 m³/sec. in das Rückhaltebecken. 20 m³/sec. wurden über das Ablaufbauwerk in die Kyll weitergeleitet, während
28 m³/sec. in der Stauanlage zurückgehalten wurden. Gegen 7:00 Uhr setzten heftige Schneefälle ein; die Temperatur fiel, so dass die Zuflüsse von Kyll und Taubkyll wieder zurückgingen.

Seitdem hat sich der Kronenburger See mehrfach als Hochwasserentlastungsanlage bewährt.

Träger der Talsperre ist der Zweckverband Kronenburger See. Mitgliedskommunen des Zweckverbandes sind

Im Jahre 2016 wurde die Asphaltdichtung der Staumauer großflächig saniert. Für über
1,5 Mio. € wurden eine Dammfläche von rd. 6.600 m² abgefräst und ca. 1.200 Tonnen Asphalt neu eingebaut. Daneben wurden die alte Kronenstraße erneuert, die Dammbeleuchtung ausgetauscht, eine neue Zaunanlage errichtet sowie weitere kleinere Sanierungsarbeiten durchgeführt.

Im Laufe der Jahre hat sich der Kronenburger See als Freizeitgewässer zu einem überregional bedeutsamen Anziehungspunkt für Tagesausflügler, Badegäste, Wassersportler und Angler entwickelt. Neben dem Tret- und Ruderbootverleih, der Segelschule und dem Ruderverein verfügt der Kronenburger See seit 2013 über den deutschlandweit einzigen Wasserseilgarten. Jährlich viele Tausend Gäste nutzen das touristische Angebot am See zur Freizeitgestaltung und Erholung.

Besucher- und Benutzerordnung

Der Zweckverband Kronenburger See ist Eigentümer der Talsperre und der Umlandflächen und hat eine Besucher- und Benutzerordnung erlassen, die für jeden Gast und Nutzer verpflichtend ist.

PDF-Dokument Besucher- und Benutzerordnung